Papierloses Publizieren – Die Zukunft des Buches

Papierloses Publizieren – Die Zukunft des Buches

Die bevorstehende Veröffentlichung des Apple iPad und die Umstrukturierung des Preissystems für E-Books werden das Spiel verändern, und Verlage, Autoren und Verbraucher müssen sich auf die neue digitale Verlagswelt einstellen.

Auswirkungen des iPad

Wenn das iPad im Frühjahr 2010 in den Händen der Verbraucher landet, wird sich der Verlagsmarkt über Nacht verändern. Allen Berichten zufolge wird das vollfarbige iPad ein Upgrade gegenüber dem schwarz-weißen Amazon Kindle, seinem engsten Konkurrenten, sowie dem Sony eReader und dem Barnes and Noble Nook sein. Apples iPad, im Wesentlichen eine größere Version des iPod Touch, wird für nur 499 US-Dollar im Handel erhältlich sein, und seine iBook-Anwendung wird Kunden nur einen Mausklick von einem virtuellen Buchladen entfernt platzieren. Darüber hinaus hat Apple bereits auf neue E-Book-Preise gedrängt, ein Schritt, der von Verlagen begrüßt wird, die sich seit einiger Zeit über den Preis von 9,99 $ für E-Books bei Amazon beschwert haben.

Verleger kommen an Bord

Die nachhaltige Attraktivität des digitalen Publizierens steht außer Frage. Verlage, die keine dualen Studiengänge im Print- und im elektronischen Publizieren planen, werden von denen abgehängt, die dies tun. Die neuen Preisabkommen mit Apple, die E-Books für Verbraucher etwas teurer und damit für Verlage etwas profitabler machen, dürften Verlagen die Entscheidung für den Einstieg ins E-Publishing deutlich erleichtern. Und die Vorteile für Verlage sind sehr real. E-Books eliminieren teure Druck- und Lagerkosten, und Lieferprobleme (zB vergriffene Bücher) gibt es einfach nicht.

Die sich wandelnde Rolle der Autoren

Früher führte der Weg zum Erfolg für Autoren meist über einen Verlag. Autoren, die sich dem digitalen Publizieren zuwenden, werden jedoch weitgehend in der Lage sein, ihren eigenen Weg zu steuern. Autoren haben jetzt die Möglichkeit, sich dem elektronischen Self-Publishing zuzuwenden. Und das ist keine schlechte Sache. Da für Autoren die gleichen kostensparenden Vorteile des E-Publishing bestehen wie für Verlage, können Autoren zu geringen Kosten elektronisch schreiben und selbst veröffentlichen. Autoren werden ihre Arbeit und ihre Gewinne in einem Maße kontrollieren können, das es vor kurzem noch nicht gab.

Wo bleiben die Verbraucher?

Letztendlich wird der Verbraucher der große Gewinner in der kommenden Welt des digitalen Publizierens sein. Es stimmt, die Kosten für einen E-Reader sind im Moment ziemlich hoch, was eine sehr reale Barriere zwischen Verlagen und ihren Kunden schafft. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass die Preise für E-Reader aufgrund des starken Wettbewerbs zu sinken beginnen. Der Preis von 499 US-Dollar für das iPad, den viele für erheblich höher hielten, ist ein guter Hinweis darauf, dass die Preise sinken sollten, um mehr Käufer anzulocken. Sobald Kunden einen E-Reader haben, haben sie sofortigen Zugriff auf eine vollständige Palette von Titeln zu niedrigen Kosten, selbst bei der eventuellen Preisänderung vom aktuellen Kindle-Standard von 9,99 $.

Was das alles bedeutet

Letztendlich werden die Auswirkungen des digitalen Publizierens und die Reaktion der Verlage darauf von den Verbrauchern bestimmt. Wenn die Leute E-Books lesen wollen, geben sie ihre Stimme ab, indem sie ihre Dollars ausgeben. Verlage werden gezwungen sein, auf die Nachfrage zu reagieren, wenn sie im Geschäft bleiben wollen.



Source by Martin Alan

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